Mit einem Tischkicker reisten die Bremer Jungs Simon Striegel und Stefan Perlebach im
VW-Bus quer durch Asien. Während ihrer Station in Dhaka, Bangladesch, riefen sie das
Projekt Muni ins Leben, um den Straßenkindern vor Ort zu helfen. Der weitgereiste Tisch
wird nun zu Gunsten dieses Projekts versteigert.


Bevor die beiden Globekicker Simon Striegel und Stefan Perlebach im Februar 2011 zu ihrer Asienreise aufbrachen, hatten sie die Idee, sich dort der Sprache des Fußballs zu bedienen, wo Worte als Kommunikationsmittel versagen sollten. Unterstützt wurden sie dabei von Matthias Biehler, der ihnen für ihre Aktion spontan einen portablen Tischkicker sponsorte. Die Reise war voller intensiver Begegnungen mit Menschen aus Europa und Asien, viele hinterließen auf dem Kicker ihre Unterschrift.

In Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, kamen die Studenten der Politik- und Wirtschaftswissenschaften, deren Schwerpunkt auf dem Bereich Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit liegt, in Kontakt mit vielen bettelnden Straßenkindern. Oftmals können die Eltern dieser Kinder durch ihre berufliche Tätigkeit nicht genug erwirtschaften, um den kompletten Lebensunterhalt zu bestreiten. Durch das Betteln tragen die Kinder einen wesentlichen Teil zum Familieneinkommen bei, können aber dadurch nicht die Schule besuchen und einen besseren Bildungsstand erlangen. Als die beiden Globekicker das 8-jährige Mädchen Muni und ihre drei Geschwister im Frühjahr 2011 kennen lernten, erbettelten diese ca. 70 Euro im Monat, wohingegen ihre allein erziehende Mutter nur ca. 30 Euro im Monat verdiente. Die Mutter Yasmin war auf das Geld der Kinder angewiesen und daher war es finanziell nicht möglich, die Kinder auf eine Schule zu schicken. Simon Stiegel und Stefan Perlebach unterstützten daraufhin Yasmin mit privaten Mitteln. Seit August 2011 arbeitet der von Yasmin eröffnete traditionelle Teeshop wirtschaftlich, so dass Muni und ihr Bruder Saiful (10) seit Anfang 2012, und inzwischen auch Hirdoy (13), eine Schule besuchen  können.

Durch diesen Erfolg ermutigt, riefen die Globekicker das Hilfsprojekt, dem das Straßenkind Muni seinen Namen gab, ins Leben. Es möchte Eltern durch Mikrokredite nach Vorbild des Nobelpreisträgers des Jahres 2006, Professor Yunus, bei der Existenzgründung unterstützen. Durch ein eigenes, kleines Geschäft sollen ausreichende Einnahmen erzielt werden, so dass die Kinder die Schule besuchen können statt betteln zu müssen. Mit einem Teil ihres Einkommens zahlen die Eltern ihren Mikrokredit zurück. Mit diesem Geld kann dann weiteren Familien geholfen werden.

Um auf die Notlage in der Kinder in Bangladesch und auf das Projekt Muni aufmerksam zu machen, wird vom 17.05.12 bis 27.05.12 auf Ebay der portable Tischkicker versteigert, der die Globekicker Simon Striegel und Stefan Perlebach auf ihrer Asienreise begleitet hat. Der gesamte Erlös der Auktion kommt dem Projekt Muni zu Gute. Stefan Perlebach ist aktuell wieder nach Bangladesch gereist, um vor Ort zu helfen und zu unterstützen.

Projektdaten
• Versteigerung auf eBay vom 17.05.- 27.05.12
• Tischkicker voller Unterschriften aus Osteuropa und Asien zu Gunsten des Projekts Muni
• Projekt Muni = Schulbildung und wirtschaftliche Sicherheit für Straßenkinder in Bangladesch