Im Tischfussball lassen sich mehrere unterschiedliche Turniersysteme austragen. Während früher häufiger mit „Doppel KO“ Systemen gespielt wurde, hat sich in letzter Zeit mehr und mehr das „Schweizer System“ etabliert. Was unterscheidet diese beiden Turniermodi voneinander und wieso setzt sich allmählich das Schweizer System durch?

Eines vorab: Beide Turniersysteme gehören zu den Beliebtesten in der Tischfussball-Szene. Schauen wir uns erstmal an wie das Doppel KO System ausschaut:

Beim Doppel KO Modus landet man nach dem ersten Match entweder in der Gewinnerrunde oder – wenn das alleerste Spiel verloren ist – in der Verliererrunde. In diesen beiden Runden wird nun im KO System weitergespielt. Das Besondere an diesem Turniersystem ist, dass man nach einer Niederlage nicht sofort ausgeschieden ist. Hier in Beispiel:

Acht Teams treten bei einem Turnier an. Jedes Team besteht aus zwei festen Spielern.
Spiel 1: Team A spielt gegen Team B: Team A gewinnt
Spiel 2: Team C spielt gegen Team D: Team C gewinnt
Spiel 3: Team E spielt gegen Team F: Team E gewinnt
Spiel 4: Team G spielt gegen Team H: Team G gewinnt
Nun spielen die Gewinner in der sog. Gewinnerrunde weiter und die Verlierer in der Verliererrunde:

Gewinnerrunde:
Team A spielt gegen Team C: Team A gewinnt
Team E spielt gegen Team G: Team E gewinnt

Dann spielt Team A gegen Team E: Team A ist der Gewinner der Gewinnerrunde.

Verliererrunde:
Team B spielt gegen Team D: Team B gewinnt
Team F spielt gegen Team H: Team F gewinnt
Nun spielen aber nicht Team B gegen Team F gegeneinander. Denn sie haben ja ein Spiel bereits verloren, genauso wie die Teams C und G. Daher spielen jetzt:

Team B gegen Team C: Team B gewinnt
Team F gegen Team G: Team F gewinnt

Nun spielen Team B gegen Team F: Team B gewinnt

Nun spielt aber noch nicht Team B nicht gegen Team A, da Team E das Finale der Gewinnerrunde verloren hat. Somit spielt: Team B gegen Team E: Team B gewinnt.
Nun folgt das endgültige Finale: Team A gegen Team B.

Dieses Turniersystem erscheint auf dem ersten Blick etwas kompliziert, ist aber ganz simpel.

Das Schweizer System ist dennoch einfacher zu verstehen. Das Besondere hierbei ist, dass man – je länger das Turnier dauert – gegen gleichwertigere Gegner spielt. Dabei wird ausgeschlossen, dass sich Spielpaarungen wiederholen… man spiel also immer gegen andere Teams. Für jeden Sieg und jedes Unentschieden werden Punkte vergeben, wie beim Schach (Elo). Wer am Ende die meisten Punkte hat, ist der Gewinner des Turniers.
Da man bei diesem Turniermodus gegen gleichwertige Spieler spielt und dadurch der Spannungsfaktor und auch der Spassfaktor hoch ist, hat sich dieses Turniersystem inzwischen im Tischfussball etabliert. Ein weiterer großer Vorteil ist; man scheidet nach ein oder zwei Niederlagen nicht sofort aus… man spielt weiter bis das Turnier vorbei ist.
Übrigens, welche weiteren Turniervarianten es im Tischfussball gibt, findet man hier. Außerdem gibt es eine Übersicht aktueller Angebote an diversen Turniermodi für den gesamten Sport.

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